Affiliate oder eigenes Produkt?

Immer wieder stolpere ich über die Frage: Soll ich als Affiliate beginnen oder gleich ein eigenes Produkt auf den Markt werfen?

Nun, zuerst möchte ich kurz erklären, was Affiliate eigentlich bedeutet.

Bei Affiliate ist es so, dass du ein Produkt empfiehlst, das andere erstellt haben.
Jetzt nur mal als wahlloses Beispiel:

glückliche Eltern-glückliche Kinder.Verbindene Kommunikation(*)

Hier wird ein schöner 5-Wochen-Kurs verkauft, in den ich als Affiliate schon mal einen Einblick werfen konnte. Mir gefällt das, was ich dort gesehen habe und konnte im besten Fall das Produkt auch selber schon testen. Darüber schreibe ich nun einen Blog-Artikel, in dem ich diesen Kurs vorstelle, füge meine Partnerprogramm-ID ein und – fertig. Nun kann ich mich zurück lehnen und zuschauen, wie andere Leute das Produkt kaufen (oder auch nicht).

Ich hatte damit keine Arbeit und erhalte trotzdem Geld, wenn jemand das Produkt kauft.

Das ist das Dasein der Affiliate. Woher ihr eine Partner-ID ect. bekommt, dazu später noch mehr.

Das Gegenteil des Affiliate ist der Vendor.

Der Vendor ist derjenige, der das Produkt erstellt, an dem du als Affiliate mit verdienen kannst.

Natürlich sind die Möglichkeiten, als Vendor mehr Geld zu verdienen bedeutend größer ABER: Es ist mit einer Menge Aufwand verbunden.

Gerade wenn man in Sachen Internetmarketing gerade erst neu einsteigt, würde ich raten, die Finger davon zu lassen.  Denn auch wenn man denkt, man sei Experte in etwas, stellt sich zuerst die Frage: Benötigen die Menschen das Wissen wirklich? Und wenn ja, wie sieht die Konkurrenz aus? Weiß diese vielleicht mehr?

Dann geht es an das Erstellen von Präsentationen, Webinaren, Folien, Arbeitsblättern, Skype-Telefonaten usw. Für alles brauchst du eine geeignete Technik. Angefangen von Mikrofon über Kamera über einen tollen Internetzugang und letztendlich sehr viel Freizeit, da das Aufnehmen, Schneiden und die vorherige Recherche einen hohen Zeitaufwand bedeuten.

Wenn du kein Profi bist, Kann schon der richtige Umgang mit dem Mikrofon schief gehen. Und mal ehrlich: Wer will schon Geld ausgeben für einen Kurs in schlechter Qualität?

Ich stand auch vor der Frage: Affiliate oder Vendor?

Nach langem, wirklich langem hin und her habe ich mich für Ersteres entschieden. NAtürlich hole ich immer mal wieder aus und würde gern einen Kurs anbieten. Ich habe ein großes Wissen in Sachen Buchverlegung. Ja, aber das haben andere auch und können das vielleicht besser rüber bringen? Ich habe die Konkurrenz dazu analysiert. Es gibt nicht viele Seminare dazu, aber die, die es gibt, sind von Menschen, die seit vielen Jahren in der Branche sind und sich einen Namen gemacht haben, ihre Gefolgschaft schon mitbringen. Deren Preise für einen 10 stündigen Kurs sind unterirdisch.

Versteh das bitte nicht falsch. Die Kurse sind billig. Ich kenne deren Inhalt, weiß, dass dieser viel mehr wert ist, aber die Anzahl jener, die ihn belegt haben, dazu der schon monatelange Rabatt dafür – das sind für mich Indizien, dass es sich schlicht und einfach nicht lohnt, hier einen größeren Kurs anzulegen. Ich würde Wochen, wenn nicht gar Monate in die Erstellung der Videos stecken, dazu noch sehr viel Geld für Equipment – und es würde sich einfach nicht lohnen. Also finanziell gesehen.

Eine weitere Überlegung:

Selbst wenn du nun einen richtig tollen Kurs auf die Beine gestellt bekommst, benötigst du Traffic auf deiner Verkaufsseite. Und das ist für viele die allergrößte Herausforderung. Ich habe selbst mit 1-2 Besuchern/Tag angefangen. Nur rumgedümpel, absolut keinen Umsatz. Egal was ich angestellt habe, es wurden nicht mehr. Weißt du, wie frustrierend das ist?

Doch um als Vendor Umsätze zu machen, benötigst du eben jene Kunden.

Im Idealfall begeisterst du auch noch Affiliates für dich – doch auch das klappt nur, wenn sie dein Produkt überhaupt finden – der Teufelskreis mit dem Traffic.

Natürlich ist die Vorstellung, du setzt dich hin, selbst wenn du nun Affiliates gefunden hast, denen du einen Teil deines Gewinnes abgibst, und das Geld kommt von allein ins Haus geflattert.  Denn sie machen ja die Werbung für dich. Sie machen all das, was du eben nicht mehr machen magst – also Verkäufe generieren.

Doch auch das ist ein Trugschluss. Denn so schön das auch ist, andere für sich arbeiten zu lassen – klappt mal etwas nicht oder wollen die Kunden Support oder haben Beschwerden oder wollen weiterführende Infos – dann bist du wieder Mode und darfst dich an den Rechner setzen und arbeiten.

Das Telefon klingelt, Skype bimmelt … Du bist wieder in deinem Hamsterrad gefangen. Merkst du das?

Darum meine klare Empfehlung für das Mama-Mindset: Affiliate

Auch wenn es am Anfang nicht so verlockend aussieht, da die Gewinne niedriger sind – bau dir deinen Kundenstamm auf. Pflege deine Mail-Liste und du wirst sehen, dass du viel ruhiger leben wirst. Ganz im Sinne von Mama-Mindset. Zeit für dich und die Familie.

Und wenn du irgendwann einmal Lust verspürst, selbst einen Kurs zu erstellen, dann tu es. Aber beginne damit nicht gleich zu Anfang.

Lass dich nicht von den ganzen selbst ernannten Marketing-Gurus in die Verwirrung führen. Sie werden dir immer raten, dein eigenes Produkt zu erstellen. Doch als Anfänger lass es einfach sein. Lerne erst das Webseiten aufbauen, Traffic zu generieren und unterhalte dich mit deiner Zielgruppe. Erst dann darfst du deine ersten Gedanken daran verschwenden.

 

 

 

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