Das kleine Lieblingskind krank

Ja, was soll man dazu sagen? Diese Woche herrschte das Chaos! Montag Morgen, der Wecker klingelt, voll motiviert aus dem Bett gesprungen. Okay, die Motivation hielt sich in Grenzen, war doch der große Räuber schon seit gut zwei Stunden (also 4 Uhr!) auf den Beinen und hat schön liebevoll die Türen zugeschlag… ähm, geschlossen. Na ja, Türklinke müssen wir wohl nochmal üben.

Diese Woche lag nichts weiter an. Also Zeit, sich um das Business zu kümmern. Meine Verlagsseite schreit danach, aktualisiert zu werden (sie schreit im Übrigen immer noch ;)). Für diese Seite wollte ich einige Beiträge verfassen und ein Newsletter-System aufsetzen (Zweiteres ist gelungen, aber fragt nicht wie. Vielleicht morgen mehr dazu …)

Kinder also am Montag völlig motiviert im Kindergarten abgegeben. Schnell raus, bevor es sich noch eines anders überlegt und sich an mich heftet, vom Parkplatz gedüst, zuhause angekommen, erst einmal einen Cappuccino gekocht, was zu Futtern gesucht (im morgendlichen Stress zwischen Windeln wechseln, gefühte hundert verschiedene Frühstücksvarianten zubereiten und nebenbei den Herrn Kater zu bespaßen kommt man ja nicht dazu) und gemütlich aufs Sofa gesetzt. Laptop an, Outlook auf – Handy klingelt. Ein Blick: Kindergarten.

Ich verleiere die Augen, seufze, schicke ein Stoßgebet gen Himmel, dass sich mal wieder mein großes Kind versteckt hat und die Erzieherin es nicht finden kann – und gehe zitternd ran.

Ja, die kleine Prinzessin hat Fieber und weint und überhaupt geht es ihr gar nicht so dolle und wann ich denn kommen könnte.

Was für eine Frage!

Ich nehme einen Schluck von meinem Cappu, verbrenne mir tierisch den Schnabel, fluche, verschütte das klebrige Zeug auf dem Fußboden, versuche es schnell wegzuwischen – ups. Das war der Schlafanzug vom großen Kind. Egal, bekommt er am Abend nen neuen – falls ich es schaffe, die Berge an Klamotten zu überreden, von allein in die Waschmaschine zu springen …

Los gedüst, Kind geholt, dabei den Hintereingang genutzt, damit mich das große Kind ja nicht erwischt. Das kleine angepackt, rausgeschmuggelt, schnell wieder los gedüst – der große Räuber könnte ja noch immer ans Fenster kommen und mich von dort aus sehen … und heim. An Frühstück nicht zu denken.

Ja, die kleine Prinzessin hat Fieber – aber das machte nur den Erzieherinnen was aus. Sie rennt und springt durch die Wohnung, räumt Schränke aus, die Waschmaschine ein (mein Stoßgebet wurde erhört!) und zerdeppert die sauberen Gläser aus dem Geschirrspüler.

Business adé! Der Zeitplan im Eimer, ich fluche leise vor mich hin. Hoffnung, wenn sie vielleicht Mittagsschlaf macht, wenigstens mal die Mails durchzusehen … Na ja, auch da wenige Chancen. Sie schläft nämlich nicht, sondern randaliert und alle Kuscheltiere lernen fliegen.

Warum mögen meine Kinder schlafen nicht? Ganz ehrlich! Schlaf ist so was Schönes *seufz* Irgendwann, wenn sie groß sind. Ausgezogen oder so, dann kann ich schlafen. Und arbeiten – aber bis dahin kuschele ich mit meiner überdrehten, quickmunteren kleinen Prinzessin, der so offensichtlich rein gar nichts fehlt (und ja, auch das Fieber war nach 2 Stunden komplett weg …).

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