Kostenlose Webseite vs. kostenpflichtige Webseite

Ganz oft erreicht mich die Frage, ob man denn zum Aufbau einer Webseite im Internet unbedingt eine kostenpflichtige Webseite benötigt.

Die klare Antwort lautet: Jein 😉

Es ist in der Tat so, dass viele beim Start in ein Online Business keinen Cent über haben, um sich eine eigene Webseite zu erstellen. Dennoch sollte man sich überlegen, ob man bei einer Firmengründung nicht doch 5€ im Monat ausgeben kann und mag, um gleich anständig zu starten. Natürlich kann man das auch mit einer kostenlosen Variante. Aber der Umzug zu einem eigenen Webhoster, der früher oder später sowieso stattfinden wird, wenn man denn ansprechende Ergebnisse z.B. in Punkto Schnelligkeit der Webseite oder auch das Installieren von diversen Plugins haben mag, wird damit umso komplizierter.

Natürlich kann man auch hier sagen: Kein Problem, ich bezahle dann einfach eine Domain (also eine eigene www.mein-name.de), aber dann sind die ursprünglichen Probleme immer noch da.

Denn ein Domainname macht noch lange kein eigenes Webhosting aus. Du bezahlst dabei lediglich für den Namen – und das meist auch noch völlig überteuert.

Bei WordPress.com kostet z.B. eine eigene Domain im Monat aktuell 4€. Für 4,95€ bekommt man allerdings bei All-inkl.com schon 3 eigene Domains.

Letztendlich entpuppt sich das scheinbar günstigere Angebot zum Ende doch hin als die teuere Version.

Im Folgenden möchte ich euch einfach einmal ein paar Vor- und Nachteile der verschiedenen Webhosting-Möglichkeiten aufzählen.

Dabei vergleiche ich 3 Hosting-Anbieter für dich:

Das bezahlte All-inkl.com, wordpress.com und, mein absoluter Favorit in Sachen kostenlose Webseite, weebly

All-inkl.com

Vorteile des kleinsten (!) PAketes

3 Domains inklusive

  ›› .de, .com, .at, .be, .biz, .ch, .dk
›› .eu, .es, .in, .info, .it, .li, .mobi
›› .name, .net, .nl, .org, .us, .ws

· 150 Subdomains
· 50 GB Speicherplatz
· Traffic FLAT
· 500 E-Mail-Postfächer
· 100 Kunden je Server
· IMAP und POP3
· PHP, Perl
· 5 MySQL Datenbanken

Das Ganze Paket kostet dich 4,95€ im Monat! Die ersten drei Monate sind dabei sogar völlig kostenlos. Du bezahlst keine Einrichtungsgebühr o.ä.

Im sogenannten Backend kannst du dir danach deine Webseite bauen, mit welchem System du auch immer magst. WordPress, Joomla, aber auch Foren oder Shop-Systeme sind kein Problem. Das Ganze lässt sich mit einem Klick installieren. Dabei kann man schlichtweg nichts verkehrt machen. Es ist alles „Idiotensicher“ erklärt.

Die Nachteile eines eigenen Webhostings

Wenn du dich noch nie mit dem Hintergrund von Webseiten beschäftigt hast, und auch keine Lust hast, dich damit zu beschäftigen, würde ich dir raten, die Finger davon zu lassen.

Denn zum ersten musst du deine installieren Plugins und Themes immer auf dem neuesten Stand halten. Das geht zwar mit 2 Klicks, kann aber auch einmal schief gehen und dann musst du dir ein Backend einspielen, das du natürlich zuvor auch selbst gezogen haben solltest. All-inkl ist da in der Regel sehr hilfsbereit und der Support top, aber wenn man gar nichts davon versteht, könnte es schwierig werden.

Warum musst du immer alles aktuell halten?

Weil sonst Sicherheitslücken aufkommen, die es Hackern sehr leicht machen, deine Webseite zu hacken und dort Schadsoftware zu hinterlassen.

Ein weiterer Nachteil sind auch die monatlichen Kosten, die allerdings ja doch sehr überschaubar sind.

 

 

WordPress.com

Vermutlich die bekannteste Seite, um „mal schnell“ einen eigenen Blog hochzuziehen. Ich mag wordpress.com leider überhaupt gar nicht. Mir ist das Backend zu unübersichtlich, ich kann hier nicht viel einstellen, Plugins installieren habe ich noch nie in der kostenlosen Variante hinbekommen (okay, habe eben gesehen, dass das auch erst ab der Business-Version für 25€ im Monat funktioniert).

Was sind hier die Vorteile?

Dein Blog ist in 5 Minuten online. Du brauchst dich um nichts kümmern. Du kannst dir ein kostenloses Template heraussuchen (also ein Design für deine Webseite), kannst das Klick für Klick bedingt anpassen und dann auch schon deine Beiträge und Seiten erstellen.

Wie gesagt, sehr schnell, um mal „fix“ etwas aufzubauen.

Nachteile von WordPress.com?

Wo soll ich anfangen? Du bekommst nur eine Subdomain www.dein-name.wordpress.com) Plugins installieren geht gar nicht. Wenn du dir deine eigene Domain kaufen magst, wird das unterm Strich teuer. WordPress.com lässt sich jeden noch so kleinen Support extra bezahlen. Dazu ist das Backend sehr unübersichtlich und du kannst nicht auf den Quellcode zugreifen. So, habe ich jetzt noch etwas vergessen? Wie man sieht, ich mag es nicht, obwohl ich sonst mit WordPress arbeite 😉

Weebly.com

Diese Free-Version gefällt mir ganz gut.

Warum?

Weil sie nicht mit tausenden Versprechungen und Erwartungen wie WordPress daherkommt. Bei WordPress erwartet man zig Features, die man dann doch nur kostenpflichtig bekommt.

Die Vorteile von Weebly:

Du baust dir hier in minutenschnelle deine Webseite per Drag&Drop zusammen. Du bekommst ein SSL-Zertifikat und das wars auch schon. Schnell und einfach – Klick für Klick.

Die Nachteile von Weebly

Nur 500 MB Speicherplatz, auch hier gibt es nur eine Subdomain www.dein-name.weebly.de, es wird, wie bei WordPress, Werbung im Footer angezeigt, allerdings wirklich dezent.

Wenn du hier auf eine kostenpflichtige Version umstellen willst, bist du dann allerdings leider schon bei 7€/Monat.

Mein Fazit:

Wenn möglich, beschäftige dich mit dem Webhosting und gönne dir für dich und deine Nerven ein eigenes Paket für 5€ im Monat.

WordPress, Weebly und Co eignen sich meiner Meinung nach nur dafür, wenn du dir ein schnelles PBN aufbauen möchtest. Um eine Seite damit zu erstellen, die dir wirklich Geld einbringt, kann ich dir nur raten, die Finger davon zu lassen.

2 Kommentare zu “Kostenlose Webseite vs. kostenpflichtige Webseite”

  1. Zu deinem Fazit „WordPress, Weebly und Co eignen sich meiner Meinung nach nur dafür, wenn du dir ein schnelles PBN aufbauen möchtest. Um eine Seite damit zu erstellen, die dir wirklich Geld einbringt, kann ich dir nur raten, die Finger davon zu lassen.“
    – Was empfiehlst du dann stattdessen?
    Liebe Grüße 🙂

    1. Hallo Julia,
      habe vielen lieben Dank für deine Nachricht!
      Prinzipiell kann man nicht viel Negatives über die kostenlosen Dienste sagen. Wenn man wirklich bei Null Kapital starten mag und nicht anders kann, sind sie für den Einstieg okay.
      Wenn man aber die 5€ im Monat „über“ hat, dann sollte man unbedingt auf eine kostenpflichtige Version umstellen. Ich bin ein Befürworter davon, den Webspace zu kaufen bzw. zu mieten und dann mein CMS selbst darauf zu installieren. Das mache ich via All-inkl und habe dort WordPress laufen.
      Zwei meiner anderen Webseiten laufen über Joomla, das fand ich früher ganz toll, aber inzwischen habe ich mich so an WordPress gewöhnt, dass ich da ernsthaft Probleme habe 😉

      Aus diesem Grund, ganz klar, wie bereits im Artikel erwähnt, Webspace inkl. Domain mieten und dann selbst aufziehen, weil du dann viel mehr Möglichkeiten hast, dein Projekt umzusetzen.

      Liebe Grüße
      Sandra

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