Liebe Reisende, lieber Reisender,

herzlich willkommen auf meiner Webseite. Gern möchte ich dich hier abfangen und ein Stück weit begleiten. Geld verdienen im Internet – Seiten gibt es haufenweise. Doch ist euch mal aufgefallen, dass fast alle von Männern betrieben werden? Oder von Frauen, die echte Karrierefrauen sind und keine Familie im Nacken sitzen haben? Aber was ist mit jenen Frauen, die sich tagtäglich durch die Hürden des Alltags kämpfen müssen, mit Baby auf dem Arm und Kind an der Hand? Genau für diese Frauen soll meine Seite sein.

Können Mamas Karriere machen? Und Wie kam es zu dieser Seite?

Dazu muss ich leider etwas weiter ausholen.
Einst, gefühlt vor hundertausend Jahren, habe ich den Beruf der Krankenschwester gelernt. Ich ging 40 Stunden die Woche arbeiten, es gab sonst nicht mehr in meinem Leben. Dann kam mein Sohn. Und damit änderte sich meine Welt. Durch das 12-Stunden-Schicht-System, in dem ich arbeitete, war es mir plötzlich nicht mehr möglich, in Tagschichten arbeiten zu gehen. Es blieben mir nur noch Nachtdienste. Von 20 Uhr bis 8 Uhr auf Arbeit, heim schleppen, Kind in die Krippe bringen, ins Bett schleppen und nach 4 Stunden wieder aufstehen, um mein Kind aus der Krippe abzuholen. Spielen, fördern, spazieren, kochen, waschen, putzen, Kind ins Bett bringen, auf Arbeit gehen. Es war der Horror. Zu diesem Zeitpunkt fing ich an, mir meinen Verlag aufzubauen (mit dem ich dann – für mich persönlich – scheiterte. Er existiert heute noch, nur nicht unter meinen Fittichen).

Ab da sah mein Alltag so aus: Spielen, fördern, spazieren, kochen, waschen, putzen, Kind ins Bett bringen, auf Arbeit gehen, nach Arbeit Lektorat, Covererstellung, Marketing, Pressetermine, Videos erstellen, massig Cola trinken, Kundengespräche … – ja, Schlaf gabs nahezu nicht mehr.

Und dann war Kind 2 unterwegs.

In der Schwangerschaft nur noch liegend gearbeitet – ich bekam Beschäftigungsverbot von meinem Arbeitgeber, mein Verlag florierte, immer mehr Aufträge kamen rein. Und dann kam meine Kleine. Noch vom Kreißsaal aus musste ich wieder Kundengespräche führen, weil sich diverse Kundschaft nicht abwimmeln ließ. Mitten in der Nacht klingelte das Telefon, weil Autoren ach so tolle Ideen hatten … Ich war ein Wrack. Tag und Nacht mit Baby auf dem Arm gearbeitet. Der Haussegen hing schief. Aber komplett. Ich war nur noch gereizt. Wie sollte ich das alles nur schaffen? Ich habe so viele Tränen vergossen. Und dann machte es „knack“ in mir. Wieder einmal stand einer meiner Autoren zu einer völlig besch*** Uhrzeit, unangemeldet, vor meiner Haustür, schob mich zur Seite, ging einfach in meine Wohnung und beschloss, jetzt mal all seinen seelischen Balast abzuwerfen.

Das wars. Schluss aus vorbei. Ich hatte fast das gesamte erste Jahr meiner Tochter mit solchen Personen verbracht, die es nicht wert waren und dafür die tollste Zeit mit ihr verpasst. Für Kunden, für die ich eine geldgebende Wollmilchsau war. Noch an dem Abend beschloss ich, meinen Verlag abzugeben. Etwa sechs Wochen später hatte sich dieser Wunsch auch erfüllt und ein Nachfolger war gefunden. Es tat weh, als alle Bücher abgeholt wurden, und dennoch war es eine Erleichterung.

Etwa zu dem Zeitpunkt änderte sich auch die berufliche Situation meines Mannes. Er bekam ein tolles Jobangebot, bei dem er nicht nein sagen konnte. Doch für mich hieß das: Ich bin ab sofort Montag bis Freitag mit den Kindern allein. Wie bitte sollte ich jetzt arbeiten gehen? Er lag mir in den Ohren, dass ich auch Geld verdienen muss – logisch und wollte ich ja auch. Aber dann gab es wieder Zoff, wenn ich zwei oder drei Dienste im Monat arbeiten ging, weil es ihm zu viel mit den Kindern wurde.

Ein Teufelskreis!

Von da an blieb mir nur noch die Wahl: Kopf in den Sand stecken oder von zuhause aus als Mama arbeiten und Karriere machen. Und dieses Mal richtig. Geordnet vorgehen, kein Chaos mehr, das meinen Weg pflastert.

Ihr lieben Mamas da draußen, die auch vor dem Scherbenhaufen ihrer Karriere stehen, weil sie aus verschiedenen Gründen zurück stecken müssen:

Ich möchte euch allen da draußen Mut machen, dass auch ihr das schaffen könnt! Egal ob ihr Vorkenntnisse habt oder nicht. Egal, wie alt eure Krümel sind. Lasst uns eine tolle Gemeinschaft werden. Lasst uns gemeinsam den Karriereweg beschreiten. Ich freue mich auf euch!